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Kleine Fische ganz groß: Neue Elritzen-Art in Österreich entdeckt

Auch Schüler:innen wirkten am Projekt mit.
© Sabine Wanzenböck
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Solide Daten zur Artenvielfalt von Elritzen, kleinen heimischen Süßwasserfischen, gewannen Forscher:innen der Universität Innsbruck und des Naturhistorischen Museums Wien dank der Unterstützung der Bevölkerung: Im Rahmen eines kürzlich abgeschlossenen Sparkling-Science-Projekts wurden fünf Elritzen-Arten für Österreich nachgewiesen, darunter sogar eine neue.

Solide Daten zur Artenvielfalt von Elritzen, kleinen heimischen Süßwasserfischen, gewannen Forscher:innen der Universität Innsbruck und des Naturhistorischen Museums Wien dank der Unterstützung der Bevölkerung: Im Rahmen eines kürzlich abgeschlossenen Sparkling-Science-Projekts wurden fünf Elritzen-Arten für Österreich nachgewiesen, darunter sogar eine neue.

Das soeben abgeschlossene Sparkling-Science-Projekt „Kleine Fische ganz groß – Biodiversität der Elritzen Österreichs" brachte nicht nur neue Erkenntnisse über die Artenvielfalt heimischer Elritzen, sondern zeigte einmal mehr, wie wertvoll die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaftler:innen und sogenannten Citizen Scientists – in diesem Fall Fischer:innen und Schüler:innen – sein kann. Durchgeführt wurde das Vorhaben unter der Federführung des Naturhistorischen Museums Wien und des Forschungsinstituts für Limnologie der Universität Innsbruck in Mondsee.

Wichtige Entdeckungen

Elritzen sind kleine Schwarmfische, die in kühlen, sauerstoffreichen Gewässern leben. Obwohl sie weit verbreitet und für Süßwasserökosysteme von Bedeutung sind, war lange wenig über ihre tatsächliche Artenvielfalt bekannt. Durch moderne genetische Untersuchungen konnte nun gezeigt werden, dass österreichische Gewässer von insgesamt fünf verschiedenen Elritzenarten besiedelt werden; eine davon wurde erstmals nachgewiesen.

„Lange Zeit wurde die Vielfalt der Elritzen in Österreich unterschätzt. Die nun endgültig ausgewerteten Daten zeigen, dass selbst bei scheinbar gut bekannten heimischen Fischarten noch wichtige Entdeckungen möglich sind", freut sich Projektleiterin Anja Palandacic vom Naturhistorischen Museum in Wien.

Fisch- und Wasserproben

Möglich wurde dieser Erfolg durch Freizeitfischer, Fischereivereine sowie rund 1.000 Schüler:innen aus Tirol, Oberösterreich, der Steiermark und Wien, deren gesammelte Fisch- und Wasserproben wissenschaftlich ausgewertet wurden. Innerhalb von zweieinhalb Jahren konnte die Zahl der untersuchten Standorte von 20 auf 80 erhöht werden. Durch die enge Zusammenarbeit von engagierten Laien und Wissenschaftler:innen konnte innerhalb weniger Jahre eine deutlich bessere Datengrundlage geschaffen werden.

Grundlagen für Schutz

„Die Ergebnisse zeigen eindrucksvoll, wie viel wir über die Biodiversität unserer heimischen Gewässer noch lernen können. Besonders wirtschaftlich unbedeutende Kleinfischarten sind dabei für den Naturschutz von großer Bedeutung", sagt Fischbiologe Josef Wanzenböck vom Forschungsinstitut für Limnologie in Mondsee.

Da Elritzen empfindlich auf Umweltveränderungen wie steigende Wassertemperaturen, Lebensraumverlust oder Veränderungen der Wasserstände reagieren, liefern die in diesem Projekt erhaltenen Daten wichtige Grundlagen für den Schutz von Süßwasserökosystemen.

Zu den Ergebnissen ist kürzlich eine Publikation in der Fachzeitschrift Environmental Monitoring and Assessment veröffentlicht worden. Das Projekt wurde von 2022 bis 2026 im Rahmen von Sparkling Science 2.0 durch die Österreichische Agentur für Bildung und Internationalisierung (OeAD) gefördert.

Publikation: Chai, M.J., Bogutskaya, N.G., Reier, S., Friedrich, R., Rund, H., Wanzenböck, S., Wanzenböck, J., Glaser, F., Marcante, S., Prowatke, I., Jung, M., Mikschi, E., Palandačić, A. (2026). Data collected in a citizen scientist study uncover a new species record of Phoxinus minnow for Austria. Environ Monit Assess 198, 319 (2026). https://doi.org/10.1007/s10661-026-15168-6

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Kontakt

Josef Wanzenböck
Univ. Doz. Dr. Josef Wanzenböck
Forschungsinstitut für Limnologie, Mondsee
Universität Innsbruck
+43 512 507 50205
josef.wanzenboeck@uibk.ac.at

Priv. Doz. Dr. Anja Palandačić
Naturhistorisches Museum Wien
+43 1 52 177 212
anja.palandacic@nhm.at