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Quantenphysikerin Francesca Ferlaino ist Wissenschaftlerin des Jahres

Die Wissenschaftlerin des Jahres 2025, Francesca Ferlaino
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Der Klub der Bildungs- und Wissenschaftsjournalist:innen kürte die Innsbrucker Quantenphysikerin Francesca Ferlaino zur Wissenschaftlerin des Jahres. Die gebürtige Italienerin forscht seit 2006 am Institut für Experimentalphysik der Universität Innsbruck und ist seit 2014 wissenschaftliche Direktorin am Innsbrucker Institut für Quantenoptik und Quanteninformation (IQOQI) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW), in der sie auch Mitglied ist.

Der Klub der Bildungs- und Wissenschaftsjournalist:innen kürte die Innsbrucker Quantenphysikerin Francesca Ferlaino zur Wissenschaftlerin des Jahres. Die gebürtige Italienerin forscht seit 2006 am Institut für Experimentalphysik der Universität Innsbruck und ist seit 2014 wissenschaftliche Direktorin am Innsbrucker Institut für Quantenoptik und Quanteninformation (IQOQI) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW), in der sie auch Mitglied ist.

Im Internationalen Jahr der Quantenwissenschaft gelang es der Innsbrucker Quantenphysikerin Francesca Ferlaino mit großem Erfolg, ihr Forschungsgebiet einem breiten Publikum nahe zu bringen. Die mit hochrangigen Preisen des Europäischen Forschungsrats ERC ausgezeichnete Forscherin engagiert sich in dem von ihr gegründeten Netzwerk Atom*innen für Frauen in der Physik. Mit der Begeisterung für ihr Fach steckte die gebürtige Italienerin im Rahmen öffentlicher Veranstaltungen darüber hinaus zahllose interessierte Teilnehmer:innen an. Für dieses Engagement wurde Ferlaino nun vom Klub der Bildungs- und Wissenschaftsjournalist:innen zur Wissenschaftlerin des Jahres 2025 gewählt.

Der Klub der Bildungs- und Wissenschaftsjournalist:innen Österreichs honoriert mit der heuer bereits zum 32. Mal durchgeführten Wahl neben Forschungsleistungen vor allem Verdienste in der Vermittlung wissenschaftlicher Inhalte an eine breite Öffentlichkeit.

Große Auszeichnung für herausragende Forscherin

„Francesca Ferlaino ist eine herausragende Wissenschaftlerin und nimmt als Quantenphysikerin eine bedeutende Vorbildrolle für Frauen in der Wissenschaft ein. Es ist eine besondere Freude, dass ihr Engagement mit der Auszeichnung zur Wissenschaftlerin des Jahres eine noch größere Bühne bekommt. Ich freue mich riesig“, sagt Veronika Sexl, Rektorin der Universität Innsbruck.

„Verständliche Vermittlung von wissenschaftlicher Arbeit ist ein Schlüssel zur Stärkung des Vertrauens in die Wissenschaft. Wir sind stolz, mit Ferlaino nicht nur eine hochqualifizierte Wissenschaftlerin in unseren Reihen zu haben, sondern auch eine ausgezeichnete Kommunikatorin, die intensiv um den Dialog mit der Bevölkerung bemüht ist“, betont Heinz Faßmann, Präsident der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW).

„Diese prestigeträchtige Auszeichnung freut mich sehr. Ich war schon immer davon überzeugt, dass Wissenschaft keine isolierte Tätigkeit ist, sondern ein gemeinsames Anliegen, dessen Wert durch den Austausch und die Vermittlung von Wissen wächst. Diese Auszeichnung würdigt insbesondere die Bedeutung der Wissenschaftskommunikation und ihre Rolle dabei, der Forschung gesellschaftliche Relevanz zu verleihen. Ich bin besonders stolz darauf, wenn ich durch meine Arbeit zu einem breiteren Verständnis der Bedeutung von Grundlagenforschung beitragen konnte“, sagt die neue Wissenschaftlerin des Jahres, Francesca Ferlaino.

Karriere in Italien und Innsbruck

Ferlaino studierte Physik an der Universität Federico II. in Neapel und promovierte 2004 an der Universität Florenz sowie am European Laboratory for Non-linear Spectroscopy (LENS). 2006 kam sie als Postdoktorandin nach Innsbruck, um in der Forschungsgruppe von Rudolf Grimm – Österreichs Wissenschaftler des Jahres 2009 – zu arbeiten. Ein START-Preis und ein ERC Starting Grant ermöglichten ihr 2009 die Gründung einer eigenen Forschungsgruppe. 2014 wurde Ferlaino Professorin für Experimentalphysik an der Universität Innsbruck. Seither ist sie außerdem wissenschaftliche Direktorin am ÖAW-Institut für Quantenoptik und Quanteninformation (IQOQI) Innsbruck. In den letzten Jahren wurde sie mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter zwei weitere ERC-Grants. 2021 wurde sie als Mitglied in die ÖAW gewählt.

Supersolide Zustände

In der Forschung beschäftigt sich Ferlaino mit Quantenphänomenen in atomaren Gasen bei ultratiefen Temperaturen. In den vergangenen Jahren konzentrierte sie sich insbesondere auf die stark magnetischen und bisher wenig erforschten Atome Erbium und Dysprosium und konnte mit ihrem Team 2019 die ersten langlebigen supersoliden Zustände im Labor erzeugen, einem schwer fassbaren und paradoxen Materiezustand, in dem kristalline Ordnung und Suprafluidität koexistieren.

Darüber hinaus ist Ferlaino in zahlreichen Forschungsnetzwerken aktiv. Sie gründete 2024 die Plattform Atom*innen als internationales Netzwerk für Frauen in den Quantenwissenschaften. Ziel ist es, einen zentralen Raum zu schaffen, in dem Genderthemen in der Physik diskutiert, Erfahrungen ausgetauscht, Rat eingeholt und Forschung vorangetrieben werden.

Auch im Bereich der Wissensvermittlung zeigt Ferlaino seit Jahren ein großes Engagement, das sie im Internationalen Jahr der Quantenwissenschaft noch einmal intensivierte. So hielt sie 2025 öffentliche Vorträge, nahm an niederschwelligen Veranstaltungen wie „Willkommen Quantenwelt“ im Wiener Rathaus mit Hunderten Besucher:innen teil und suchte den Austausch mit Schülerinnen und Schülern, etwa im Rahmen des Schulprogramms „Quantastisch! Was geht in der Quantenwelt?". Nicht zuletzt, um auch bei einem jüngeren Publikum Interesse an dem so faszinierenden und zukunftsträchtigen Feld der Quantenforschung zu wecken.

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Kontakt

Francesca Ferlaino

Univ.-Prof. Dr. Francesca Ferlaino
Institut für Experimentalphysik der Universität Innsbruck und
Institut für Quantenoptik und Quanteninformation (IQOQI) der ÖAW
Tel.: +43 512 507-52440
E-Mail: francesca.ferlaino@uibk.ac.at
Web: www.erbium.at

Dr. Christian Flatz
Büro für Öffentlichkeitsarbeit
Universität Innsbruck
Tel.: +43 512 507-32022
E-Mail: christian.flatz@uibk.ac.at
Web: www.uibk.ac.at