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Ausstellung und Vorträge: Jüdische Flucht durchs Hochgebirge
Von 3. bis 26. März ist die Wanderausstellung „Grenzen überwinden – Jüdische Flucht im Salzburger Hochgebirge 1947“ im Ágnes-Heller-Haus in Innsbruck zu sehen. Im Rahmen der Ausstellung referieren zwei Zeithistoriker:innen der Universität Innsbruck und der Universität Salzburg zu ihrer Forschung in diesem Bereich.
Nach Kriegsende 1945 suchten Tausende europäische Jüdinnen und Juden als „Displaced Persons“ einen Neuanfang in den USA, in Kanada oder Israel. Viele hatten alles verloren, gleichzeitig sahen sie sich auch nach der Befreiung noch mit Ausgrenzung konfrontiert. Für zahlreiche Flüchtende führte der Weg durch Österreich, teils überquerten sie die Grenze auf beschwerlichem Weg durch das Hochgebirge.
Die Ausstellung erzählt die Geschichte der jüdischen Flucht über Salzburg und die Krimmler Tauern im breiten Kontext der europäischen Nachkriegswirren und des nach wie vor vorherrschenden Antisemitismus. Damit lädt sie ein, gegenwärtige Konfliktlagen zu reflektieren.
Ausstellung
Grenzen überwinden – Jüdische Flucht im Salzburger Hochgebirge 1947Wann: 3.–26. März 2026, ganztags
Wo: Ágnes-Heller-Haus, 1. Stock (Foyer), Innrain 52a, Innsbruck
Vortrag
Das Gebirge als Erinnerungsort? Die jüdische Flucht über die Krimmler Tauern (Salzburg) von 1947 im historischen und erinnerungskulturellen Kontextvon Mag. Dr. Robert Obermair, Universität Salzburg Wann: 11. März 2026, 17:00 Uhr
Wo: Ágnes-Heller-Haus, 1. Stock (Seminarraum 14), Innrain 52a, Innsbruck
Vortrag
Von Tirol nach Bari. Jüdische Flüchtlinge auf dem Weg nach Israel 1945–1948von Univ.-Prof. Mag. Dr. Eva Pfanzelter, Universität InnsbruckWann: 24. März 2026, 18:00 Uhr
Wo: Ágnes-Heller-Haus, 1. Stock (Seminarraum 14), Innrain 52a, Innsbruck
Programm und Informationen: https://www.uibk.ac.at/de/events/info/2026/ausstellung-grenzen-ueberwinden/
Ringvorlesung Human-Animal-Studies
Die Erforschung der vielschichtigen Beziehung zwischen Menschen und (nichtmenschlichen) Tieren hat sich mittlerweile auch im deutschsprachigen Raum zu einer viel beachteten wissenschaftlichen Disziplin, den Human-Animal Studies (HAS), entwickelt.
In der Ringvorlesung „Human-Animal-Studies“ wird die in den letzten Jahren zentrale Thematik der Biologie, Ökologie und Verhaltensforschung sowie der Geschichte, Philosophie und Ethik ins universitäre Blickfeld gerückt, und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Vortragende sind unter anderem der Tierethiker Martin Balluch (
Praktische Umsetzung tierrechtsphilosophischer Gedanken), die Ethnologin Oliwia Murawska (
Kaschubische Störche jenseits von Natur/Kultur) und die Immunbiologin Doris Wilfingseder (
Präzision statt Tradition: Zellkultur als Schlüssel zur tierleidfreien Biomedizin).
Alle Vortragenden stehen für Interviews zur Verfügung, gerne vermitteln wir die entsprechenden Kontakte.
Wann: jeden Dienstag, 15:30-17:00 Uhr, ab 3. März 2026
Wo: Campus Innrain, Geiwiturm, Hörsaal 3 (Erdgeschoss), Innrain 52e, Innsbruck
Programm: https://www.uibk.ac.at/projects/has/aktuelles/folder-rv-human-animal-studies-2026.pdf